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Bay of Islands Wochenende

Hier mal wieder Neuigkeiten von den Weltenbummlern!

In diesem Beitrag soll es um unseren Ausflug zur Bay of Islands gehen (Inselbucht, frei übersetzt). Ein tolles Stück von Neuseeland, das in jedem Reiseführer erwähnt wird, unter anderem weil man dort die Möglichkeit vorfindet, auf Tuchfühlung mit Delfinen zu gehen. Da die Gegend auch noch andere Sehenswürdigkeiten, als schwimmende Säugetiere zu bieten hat, buchten wir uns zwei Übernachtungen in einem Holiday Park (die aufmerksamen Blog-Leser wissen , dass das die Campingplätze waren) und einen passenden Mietwagen, der uns und unsere zwei Mitreisenden sicher ins 200km entfernte Pahia bringen sollte. Die beiden, die dieses Mal mit dabei waren, waren Alissa, aus Claudias Sprachschule und Max, einem Bekannten aus Bremen der auch gerade in Auckland verweilt. Der Mietwagen war ein Toyotoa Corolla mit Schaltgetriebe. Ich war der ausgewählte Fahrer und durfte mich, neben den schon bekannten vertauschten Blinkern und Scheibenwischern, auch mit neuen Positionen der Gänge anfreunden.

Also hieß es Mietwagen abholen! Die Filiale ist schnell gefunden und nachdem wir 15 Minuten warten durften, weil der Wagen noch nicht vollgetankt war (manchmal eben doch spanische Verhältnisse), konnten wir den Rest von der Truppe abholen und auf ins Abenteuer starten. Die ersten Kilometer, auf gut ausgebauter Autobahn, den Rest auf den gewohnt kurvigen und einspurigen Landstraßen. Die „Cabin“ die wir auf dem Campingplatz für einen günstigen Preis reserviert hatten, der Nebensaison sei Dank, bot genug Schlafplatz und angrenzende Camper wurden direkt nach der Ankunft, mit aus unseren Lautsprechern erklingenden Helene Fischer Songs, belästigt. Bevor wir jedoch unser Lager aufschlagen konnten, mussten wir den Campingplatz finden, der gut 5km entfernt vom nächstgelegenen größeren Ort, Pahia, irgendwo im Wald an einem Fluss lag. Ziemlich gruselig wenn man erst nach Einbruch der Dunkelheit ankommt

Am nächsten Morgen war es dann soweit, das Delfine schwimmen stand auf dem Programm! Nach einem kleinen Frühstück, das im Supermarkt gekauft wurde, hieß es Parkplatz suchen. Auf dem Parkplatz wurde ich freundlich von Claudia darauf hingewiesen, dass ich die Kamera vergessen hatte und somit nochmal alleine zum Campingplatz zurück fahren durfte. Kamera eingesteckt und zurück zum Parkplatz, nächstes Problem, kein Bargeld mit dabei um die Parkuhr zu füttern. Also wieder zurück und einen kostenlosen Parkplatz gefunden. Der 20-minütige Weg zum Rest der Reisegruppe, wurde unterhalten durch einen netten Anruf, wo ich denn so lange bliebe.

Nachdem auch ich den Anleger erreicht hatte, konnten wir in das Boot steigen und mit uns ungefähr 25 andere, die dieselbe Tour gebucht hatten. Am Anfang wurde uns erzählt wie wir uns zu verhalten haben, wenn wir mit den Delfinen schwimmen. Es wurde auch mehrfach erwähnt, dass es unter Umständen vorkommen kann, dass man keine Delfine findet (sind ja wild lebende Tiere und schwer einzusperren) und, dass es auch passieren kann, dass wir zwar Delfine sehen werden aber nicht mit ihnen schwimmen können, weil zu junge Tiere noch unter „Mutterschutz“ stehen und von ungeschickten europäischen Sommer-Freibad-Schwimmern verängstigt werden könnten. Außerdem kann es ziemlich lang dauern, bis man Delfine zu Gesicht bekommt, naja wir hatten ja Zeit.

Also fuhren wir auf unserem Schiff durch die Bay of Islands, immer auf der Suche nach Delfinen, die sich hier zwischen den vielen Inseln in irgendwelchen abgelegenen Buchten verstecken könnten. Unser Kapitän war per Funk immer mit anderen Ausflugsbooten verbunden, die ihrerseits auch auf Fipper-Suche waren! Es verging die erste Stunde, es verging die zweite Stunde und naja bis auf Wasser, Inseln, Segelboote und Wasservögeln sahen wir nicht viel. Bis auf einmal doch Delfine in Sicht waren! Wir haben sie tatsächlich gefunden! Leider war ziemlich schnell zu sehen, dass auch Baby-Delfine mit dabei waren, das hieß, dass wir nicht mit zu ihnen ins Wasser springen konnten. Aber es war auch so schon ein tolles Erlebnis Delfin-Mütter mit Neugeborenen schwimmen zu sehen. Da auch keine japanischen Delfin-Jäger-Schiffe in Sicht waren, konnten wir in Ruhe die verschiedenen Tiere bewundern, die sich mit geschultem Auge anhand ihrer Rückenflossen von einander unterscheiden ließen. Da unsere Augen eher ungeschult sind, sahen sie für uns eher alle gleich aus. Da es nicht heißen sollte, dass wir unsere Badesachen umsonst mitgenommen hatten, durften wir, nachdem wir uns weit genug von den Delfinen entfernt hatten, auch nochmal vom Boot in den Ozean stürzen und uns abkühlen.

Die Rückfahrt mit dem Boot war schnell geschafft und da die Sonne auch noch nicht ans Untergehen dachte, legten wir uns nochmal an den Strand, den ich nur entdeckt hatte, weil man dort das Auto kostenlos abstellen konnte, hatte also doch was Gutes der Stress am Morgen!. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz, besichtigten wir noch einen beeindruckenden Wasserfall und haben besprochen was denn am Tag auf der Rückfahrt alles besucht werden soll.

Der Sonntagmorgen erwartete uns mit bewölktem Wetter und gelegentlichen Schauern, die aber nicht weiter störten, da uns die Schauer immer nur im Auto erwischten. Auf unserem Weg zurück nach Auckland, besuchten wir in Kawakawa die wahrscheinlich berühmteste Toilette Neuseelands. Sie wurde nämlich von Friedensreich Hundertwasser entworfen und ist ein echter Hingucker. Der Grund für den Bau dieses Gebäude, liegt darin, dass der Künstler, der in Deutschland unter anderem die „Grüne Zitadelle“ in Magdeburg und den Bahnhof in Uelzen entworfen hat, viele Jahre seines Lebens in Neuseeland verbracht hat und dort auch gestorben ist. Mehr als eine Toilette ist es dann aber doch nicht und so ging es weiter in die größte Stadt nördlich von Auckland, Whangarei (für alle die sich fragen wie man dieses „wh“ ausspricht, was ziemlich oft in Ortsnamen in Neuseeland vorkommt, es spricht sich wie ein „f“, also Fangarei). In Whangarei gibt es unter anderem ein Uhrenmuseum und eine Ölraffinerie. Beides klang nicht so interessant für uns, also statteten wir lieber einem weiteren Wasserfall und einem Kauri-Wald einen Besuch ab. Den Kauri-Baum gibt es nur in Neuseeland und er ist sowas wie die Eiche für Deutschland. Da man aus ihm auch ziemlich gut Tische und Boote herstellen kann, war er fast ausgestorben, bis eine Aufforstungsinitiative gestartet worden ist. Heutzutage darf kein Kauri-Baum mehr gefällt werden und die Bäume können wieder ungestört wachsen (Mal abgesehen von dem mysteriösen Kauri-Sterben, das auch ein Grund dafür ist, dass europäische Besucher ihre Schuhe am Flughafen waschen lassen müssen, siehe früherer Blogeintrag).

Nachdem auch Whangarei hinter uns gelassen worden ist, ging es noch an einen Strand an der Bream Bay (benannt nach einem Fisch), erste Zweifel, warum man denn bei Wolken und drohendem Schauer an den Strand geht, wurden vom Wind und der sich dadurch lockernden Wolkendecke aus dem Weg geräumt. Wir wurden zum Abschluss des tollen Wochenendes mit tollem Strandwetter belohnt und ich ging nochmal schwimmen, die Brille blieb natürlich an Land. Wir wären gerne noch länger am Strand geblieben, aber wir mussten ja das Auto und unsere Mitfahrer wieder abliefern und zurück zu unserer Wohnung kommen. Also rein ins Auto und auf Landstraße und Autobahn zurück nach Auckland!

6.4.14 10:39

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