Letztes Feedback

Meta





 

Frohe Ostern aus Wellington

Frohe Ostern euch allen!

Da das Osterwochenende auch in Neuseeland ziemlich lang ist, entschieden wir uns, die freien Tage in der Hauptstadt Wellington zu verbringen! Wellington liegt ungefähr 600 km südlich von Auckland am äußersten Ende der Nordinsel. In Deutschland würde man jetzt sagen, rein ins Auto und auf zum langen Wochenende! In Neuseeland würde die Fahrt aber so um die 9 Stunden auf den bekannten einspurigen „Schnell“straßen dauern, also entscheiden wir uns für die bequemere, schnellere und günstigere Variante, einem Flug mit der australischen Billig-Fluglinie Jetstar.

Bevor wir am Freitagabend starten sollten versorgten uns unsere Mitbewohner mit allerlei Erfahrungen mit der Fluglinie, inkl. Umkehren weil ein Landen in Wellington nicht möglich war, schlechtem Service und unfreundlichen Mitarbeitern. Aber man soll ja unvoreingenommen an eine neue Sache herantreten. Für eine Hauptstadt ist der Flughafen in Wellington nämlich ziemlich klein und Piloten die dort Landen müssen, benötigen eine zusätzliche Ausbildung, da heftige Seitenwinde (Spitzname der Stadt ist Windy-City )und Turbulenzen jede Landung zum Abenteuer machen (so viel schonmal vorweggenommen: unsere Starts und Landungen waren vollkommen unkompliziert)

Bevor wir am Freitagabend, wir das waren Claudia und ich und Alissa, die bereits auf vielen anderen Ausflügen mit von der Partie war, aufbrachen, ging es noch auf die Coca Cola Easter Show, einem lustigen Jahrmarkt mit Fahrgeschäften und Fressbuden, die sich aber mehr an jüngere Gäste orientierte. Nach gut zwei Stunden ging es auch schon zum Flughafen mit einem viel günstigerem Linienbus als der „Airport-Shuttle“. Jeder Tourist der nach Auckland kommt sollte also vorher genau gucken in welchen Bus er einsteigt, man kann 10 Dollar sparen und kommt genauso gemütlich und komfortabel in die Innenstadt oder zum Flughafen.

Nach einer kurzen Sicherheitskontrolle des Handgepäcks konnten wir auch schon in das Flugzeug steigen. Wie da war doch noch was? Keine Passkontrolle? Den Rucksack/Tasche wiegen ob es auch wirklich unter 10kg sind? Fehlanzeige! Völlig unbehelligt wurden wir durchgewunken und hätten auch mit falschem Namen einchecken oder einfach irgendwelchen Quatsch mitnehmen können, für den man in Europa 6 Stunden vom Sicherheitsdienst festgehalten wird. Nach gut 45 Minuten war der Flug auch schon vorbei und wir landeten wohlbehalten in Wellington.

Im Flughafen von Wellington wird man nicht mit „Willkommen in Wellington“ begrüßt, sondern mit „Willkommen in der Mitte von Mittelerde“! Der Flughafen ist voll im Griff vom Herrn der Ringe und es begrüßt einen zusätzlich eine riesige Gollumfigur die vom Dach hängt. Da sich in Wellington die Studios befinden in denen die Spezialeffekte für diese und weitere Filme von Peter Jackson erstellt worden sind, ist so eine große Hommage an die Kreatur nicht verwunderlich.

Viel Zeit zum bewundern blieb nicht, denn wir mussten in unser Hostel, dass wir für 2 Nächte gebucht hatten. Schon im Bus haben wir, nach genauerem Lesen der Buchungsbestätigung, festgestellt, dass die Rezeption doch nicht bis 22.00 sondern nur bis 17.00 Uhr geöffnet war, Karfreitag sei Dank. Nichtsahnend und nach dem Motto „Irgendwer wird uns schon aufmachen“ gingen wir zum Hostel und stellten fest, dass nicht einmal eine zerstreute Putzfrau, die ihren Eimer tagsüber vergessen hatte und ihn nachts holen wollten uns die mit Sicherheitsschloss gesicherte Tür aufmachen konnte. Bis einer von uns auf die Idee kam, dass man ja schnell nochmal auf dem Handy nachgucken kann ob das Hotel noch eine E-Mail mit dem Sicherheitscode geschickt hat, vergingen lange Minuten voller Panik, die Nacht auf der Straße verbringen zu müssen. In dem Moment als ein anderer Hotelgast rauskam und uns die Notfallnummer gab, hatte Claudia aber nochmal ihr Postfach kontrolliert und siehe da, eine Nachricht mit Code der einen Kasten aufmachen konnte wo ein Umschlag mit unserem Schlüssel zum Vorschein kam. Erleichtert ging es ins Hotel und wir schliefen schnell im gemütlichen kleinen Zimmer ein.

Am nächsten Tag stand das volle Touristenprogramm auf dem Plan, eine Fahrt mit dem berühmten Cable-Car, das das untere mit dem oberen Wellington verbindet, ein Stadtspaziergang, Shopping für die Mädels usw. usw.. An der Bergstation angekommen, besichtigten wir das Cable Car Museum, ein kleines Museum, das kostenlos über die Geschichte der Berg-Straßenbahn berichtet, die seit 1902 unermüdlich faulen Touristen und Einheimischen für einen günstigen Preis das Bergsteigen erspart.

Wir sahen auch das Schild für einen gratis Shuttle Service zum Naturreservat „Zealandia“, das eine 7-mintüge Autofahrt von der Bergstation entfernt, mitten im Stadtzentrum von Wellington liegt. Also nichts wie rein, wir hatten ja Zeit. Das Reservat ist ein Naturpark in dem versucht wird, die Natur wieder so herzustellen wie sie vor 500 Jahren war, also bevor die Europäer eintrafen. Das Gelände ist mit einem Zaun gesichert, der Raubtiere, also Ratten, Katzen, Wiesel und weitere Eierfressende Plagen, davon abhält ins Reservat einzudringen. Für 14$ Studentenpreis kriegt man dort einiges geboten! Wir kamen genau rechtzeitig an, um eine kostenlose Führung durch den Park zu bekommen. Der Guide zeigte uns viele verschiedene Vögel, die erfolgreich dort wieder aufgezüchtet werden konnten, unter anderem der Takahe, ein großer Blau-Grüner flugunfähiger Vogel von dem es nur noch rund 270 Exemplare gibt. Ein weiteres Highlight sind die Tuatara-Echsen, ein lebendes Fossil, dass schon zu Zeiten der Dinosaurier fröhlich auf dem heutigen Neuseeland herumgelaufen ist. Der Grund gerade dort dieses Reservat zu errichten, ist, dass es direkt an einen Stausee angrenzt, der früher zur Trinkwasserversorgung der Stadt diente und somit gut einsehbar und begrenzbar ist. Eindringlinge, in Neuseeland passend „Pests“ genannt ist es so unmöglich die bedrohten Arten zu stören. Zum Schluss durften wir noch eine Glühwürmchen-Höhle besuchen, die aber auch die Weta, übergroße Heuschrecken, beheimatet. Bevor wir in den Shuttle-Bus für den Rückweg eingestiegen sind, warfen wir noch einen Blick in das tolle Besucherzentrum, das Hintergrundinformationen über ausgestorbene Arten und das Schutzprogramm liefert. Angekommen am Ausgangspunkt „Bergstation Cable-Car“, standen die letzten Punkte auf dem Programm: Besichtigung der Regierungsgebäude, des botanischen Gartens und Abendbrot! Nachdem das auch erfolgreich absolviert worden war, genehmigten wir uns ein noch ein Bier in einer irischen Bar und gingen ziemlich geschafft ins Bett.

Am Sonntag unserem Abreisetag, war noch ein großer Programmpunkt auf unserer Liste: eine Besichtigung eines der besten Nationalmuseen der Welt. Das „Te Papa“ schafft es auf 6 Etagen Besuchern, der Eintritt ist gratis, alles über Neuseeland, interaktiv zu veranschaulichen: Angefangen bei der Erdgeschichte, mit seinen Vulkanen und Erdbeben, über die Unterwasserwelt, hier zu erwähnen ist die Ausstellung eines vor Neuseelands gefangenen Riesenkalmars und das Skelett eines Pottwals, über einen Außenbereich der die Pflanzen veranschaulicht, bis hin zu einer nachgebauten Höhle, in der man die berühmten Glühwürmchen und das Ding mit den Stalagtiten und-miten erklärt bekommt. Und da das alles noch nicht reicht, geht es dann je höher man kommt, weiter mit der Geschichte der Maori, die Ankunft der ersten Siedler, Erzählungen über die lange Schiffsreise nach Neuseeland, Schafe und Landwirtschaft. Hier zu erwähnen ist der Schafsimulator, in dem man selber erfahren kann wie es ist ein Schaf zu sein. Abgeschlossen wird dieser Teil der Ausstellung mit der Rolle von Neuseeland im britischen Commonwealth und einem tollem Film über das Leben in Neuseeland nach Ende des zweiten Weltkrieges bis heute. Ein super Museum für jede Altersgruppe! Nach gut 3,5 Stunden hatten wir alles gesehen und machten uns auf die Suche nach Pizza Hut, denn wir haben die großen Werbeschilder gesehen die eine Pizzakruste versprochen haben, die Chili-Würstchen beinhaltet! Quasi Pizza und Hot Dog in einem! Es schmeckte ähnlich wie man es sich vorstellt und so machten wir uns vollgefressen auf den Rückweg nach Auckland, wo wir nach ähnlich unkompliziertem Flug landeten, den Nachtbus schnappten und müde ins Bett gingen!

21.4.14 11:25

Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tino (24.4.14 10:28)
Sone Pizza mit Würstchen im Rand würd ich auch gern mal essen...früher gabs noch diese geile Tiefkühlpizza mit Käsecreme oder Wahlweise scharfer Tomatensauce im Rand...leider eingestellt...


(Der Smiley hat nichts mit dem Thema zu tun, ich wollte ihn nur mal verwenden.)

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen