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Neuseeland Abschluss :)

Hallo liebe Freunde!

Blog schreiben, da war ja was, Entschuldigung, dass da in letzter Zeit wenig kam, es gab viel zu erleben!

Nachdem die Südinsel Reise erfolgreich überstanden und somit (so gut wie) das komplette Land entdeckt worden ist, hieß es für unsere restliche Zeit in Auckland, die Sehenswürdigkeiten der Stadt und die nähere Umgebung zu erkunden. Das erfolgt, um es nicht zu langweilig werden zu lassen, in übersichtlicher Form:

Das Maritime Museum Auckland
Im Maritime Museum kann man, wie der Name vermuten lässt, alles erfahren über die Meereswelt um Neuseeland, inklusive toller Ausstellung über den Segelsport und die Geschichte der Besiedlung Neuseelands. Nicht zu fassen unter welchen Bedingungen damals tausende Kilometer auf sich genommen worden sind, um aus Europa in einem unbekannten Land ein völlig neues Leben anzufangen. Da der Eintritt auch noch frei war, wenn man ein Bewohner Aucklands ist, investierten wir das gesparte Eintrittsgeld in neuseeländische Fischgerichte. Einziger Nachweis um zu zeigen, dass wir in Auckland wohnen, war unser Mietvertrag. Die Kassiererin schaute ein wenig ungläubig aber ließ uns gratis herein.

Piha und Karekare Beach
Über Pfingsten ging es mit einem Mietwagen raus in die Wildnis, die praktischerweise schon 20 km außerhalb von Auckland beginnt. Wir bestellten einen Wagen der von der Firma als „El cheapo“ (spanisch-englisch für: der Billige) bezeichnet wurde, aber für unsere Zwecke völlig ausreichte. Mit dem fahrbaren Untersatz ging es zu einer deutschen Bäckerei am Ende der Stadt, wo wir uns mit leckersten Bäckerei-Leckereien eindeckten, deutsches Brot, wie haben wir dich vermisst! (lustigerweise haben wir letzte Woche herausgefunden, dass es direkt in unserer Straße auch einen Bäcker gibt, der deutsches Brot hat). Aber mehr zum Piha Beach. Es war schon neuseeländischer Winter, das heißt nur noch um die 15-20°C, aber das reichte völlig aus um den Strandtag zu genießen. Das Besondere an diesem Strand war der durch Vulkangestein schwarz gefärbte und extrem eisenhaltige Sand, auf dem man liegt während man mutigen Surfern, die sich in den 3-5 m hohen Wellen vergnügen, zuschaut. Wir besichtigten noch den zweiten „schwarzen Strand“ Karekare Beach und schlossen den Tag mit einer kleinen Wanderung durch den Busch-Wald ab.

Bungy Sprung
Achja, da war ja was. Mein Bungy Sprung! Das Geburtstagsgeschenk von Claudi musste ja noch eingelöst werden. Der Sprung erfolgt aus 40 m Höhe von der Auckland Harbour Bridge direkt in den Arm des pazifischen Ozeans! Schon allein der Weg zu der Sprungplattform, die die direkt unter die Brücke geschraubt wurde, ist ein Erlebnis, da man durch ein Stahlseil gesichert, über einen Metallsteg unter der Fahrbahn und über dem Wasser dorthin gelangt. Oben angekommen erhält man eine kurze Einweisung und dann kann es auch schon losgehen. Das Seil wird an den Füßen festgemacht und dann sollte man im besten Fall, wie bei einem Kopfsprung in ein Schwimmbecken, sich in die Tiefe stürzen. Mein Versuch misslang ein wenig, da ich es durch die Aufregung nicht geschafft hatte, in Kopfsprunghaltung, sondern eher wie eine Kerze herunter gesprungen bin. Aber auch das war nicht schlimm und so genoss ich den freien Fall, der zuverlässig durch das Gummiseil gebremst wurde! Eine absolut verrückte Erfahrung, die ich jedem empfehlen kann, auch wenn man sich vorher echt Gedanken macht, ob das wirklich eine so gute Idee war.

Hobbiton
Da wir ja nun beide für Kiwiana Tours arbeiten konnten, bot sich uns die Gelegenheit, für wenig Geld nach Hobbiton zu fahren. Hobbit was? Genau! Das extra für die „Herr der Ringe bzw. „Hobbit“ Filme gebaute Dorf, der kleinen Geschöpfe aus der Welt von Tolkien. Angekommen in Matamata, dem richtigen Namen des Ortes, erwartet einen potentiellen Hobbit zuerst ein Besucherzentrum, in dem man alles Mögliche erstehen kann. Von Gandalfs Hut über Schwerter und Umhänge ist alles zu finden was (wohlhabenden) Fans das Herz höher schlagen lässt. Vom Besucherzentrum, ging es dann mit unserem Bus durch das Gelände, das auch ohne die Löcher, schon sehr nach Hobbingen aussieht. Nach 15-Minuten erreichten wir auch schon das eigentliche Dorf und wurden nicht enttäuscht. Mit welcher Detailtreue hier gearbeitet worden ist, lässt auch Leuten die den Film nicht, oder nur teilweise kennen, Zeit zum Staunen. Die Hobbitlöcher sind alle individuell gestaltet und in verschiedenen Größen gebaut, um im Film die richtigen Perspektiven hinzukommen, damit Gandalf eben größer als die Hobbits aussieht. Beeindruckend ist auch der Baum, der auf Bilbos Wohnung steht. Dieser ist nämlich künstlich und ihm wurde jedes Blatt einzeln angeklebt. Da die Szene jedoch später gedreht werden konnte als geplant und alle Bäume im Umkreis schon ihre Blätter herbstlich färbten, musste jedes einzelne von den 200.000 Blättern des Baumes abgenommen, neu bemalt und wieder drangeklebt werden .Der tollste Beruf am Filmset war sicherlich der, den ganzen Tag von einem Hobbitloch zum nächsten zu laufen und den Schornstein zum qualmen bringen, damit das Dorf schön lebendig aussieht. Nachdem wir uns in der Hobbitkneipe noch ein echtes Hobbitbier genehmigt haben, ging es über die Gartenanlage „Hamilton Gardens“ in Hamilton, der größten Binnenstadt Neuseelands, nach Auckland zurück.

Rangitoto Island
Und noch einmal Kultur auf dem Programm! Nämlich ein Ausflug zur Rangitoto Insel, einer Insel, die es erst seit gut 700 Jahren gibt und bei einem Vulkanausbruch entstanden ist. Um auf den (erloschenen) Vulkan hochzuklettern, muss man früh aufstehen aber es lohnt sich! Wir schnappten uns die Fähre um 9 und fuhren mit dem Boot zur Insel. Für Faule gab es auch eine Art Trecker der die Touristen zum Gipfel zieht, aber da wir ja etliche Brockenwanderungen gewohnt sind, stiefelten wir ohne Motorhilfe hoch. Der Weg zum Krater war gesäumt mit Steinfeldern, die noch immer so daliegen, als wäre der Ausbruch erst gestern gewesen. Oben angekommen, bietet sich ein Blick auf den Krater, der komplett mit Gebüsch bewachsen ist sowie eine super Aussicht auf Auckland und die anderen Inseln des Hauraki Golfs. Auf dem Abstieg, machten wir noch einen Abstecher zu den Lavacaves, das sind Höhlen, die durch den Lavastrom entstanden sind und besichtigt werden können, wenn man eine Taschenlampe mithat. Das Licht des Handys war ausreichend und so konnten wir einen Blick in die düstere Welt der Lavahöhlen werfen, der nach gut 200 m auch wieder vorbei war. Nach einem anstrengenden Schlusswanderweg, wir hatten uns für die Buschvariante statt der Fahrweg-Möglichkeit entschieden, weil Erstere die ersten 10 Minuten am Ufer entlang führte, kamen wir am Anleger an. Leider nur die ersten 10 Minuten, danach ging es bergauf und -ab durch Buschland. Überall am Wegesrand standen Fallen für Nagetiere, damit die dort wieder angesiedelten Vögel, in Ruhe leben können und keine Angst vor Eierdieben haben müssen. Nach dem Buschlauf am Fähranleger angekommen, waren wir froh, uns auf der Fähre auszuruhen, bevor es wieder nach Hause ging.

Zu guter Letzt: Claudis Fallschirmsprung
Nachdem sie seit der Südinsel überlegt hat, ob das mit dem aus dem Flugzeug springen so eine gute Idee wäre, hat sie sich letztendlich doch entschieden, es zu machen! Also buchte sie einen Sprung für einen günstigeren Preis als üblich und hoffte auf gutes Wetter. Nachdem der erste Versuch wetterbedingt dann doch verschoben wurde, hieß es dann zwei Tage später, es kann losgehen! Also wir rein in den gratis Shuttlebus und auf zum außerhalb von Auckland gelegenen Fallschirmsprungplatz. Die Fahrt verging schnell und angekommen am Flugplatz ging es nach einem kurzen Einweisungsvideo zum Anziehen des Anzugs inkl schicker Haube und Brille. Da ihr Sprung aus 13.000 Fuß (rund 4.200 m) stattfand, konnte sie auf Sauerstoffmaske und Raumanzug verzichten. Überhaupt nicht aufgeregt ging es mit den Fallschirmsprung-Schülern (Claudi war die einzige Touristin) in das Flugzeug und dann startete es auch schon durch und stieg höher und höher. Nachdem die gewünschte Höhe erreicht wurde, öffnete sich die Tür und Claudi fiel, in Tandem-Form mit ihrem „Instructor“ dem Boden entgegen. Die Aussicht war überragend und auch das unangenehme Fliegen durch eine Wolke (haltet mal bei 200 km/h und Regen euren Kopf aus dem Autofenster) war ertragbar. Auf ihrem persönlichen Video kann man das dann alles nochmal in bewegter Form miterleben Nach gut 15 Minuten kam sie auch schon wieder unten an, glücklich und gewillt, gleich noch einmal springen zu wollen…

Das sollte es auch schon von uns gewesen sein, unsere Zeit in Neuseeland ist schon wieder vorbei, wie schnell das alles vergangen ist! Ich sehe uns immer noch hilflos durch den Aucklander Flughafen laufen um einen Bus zu erwischen. Es war eine überragende Zeit und wir hoffen, dass wir auch ein wenig Fernweh und Freude mit unserem Blog übertragen konnten! Jetzt geht es noch drei Wochen nach Australien! Mal schauen was wir dann alles erleben, ihr dürft gespannt sein!

27.6.14 10:49

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tino (27.6.14 10:54)
DEUTSCHLAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAND



achso, hier geht´s gar nich um Fußball? Das ähh, sorry...das tut mir leid^^

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